In Zeiten sinkender Zinsen sind viele Anleger auf der Suche nach renditestarken Anlagealternativen, im Bereich der klassischen Festgeldanlagen – beliebt vor allem wegen der hohen Kapitalsicherheit – spielt hierbei besonders das Thema Auslandsanlage eine wichtige Rolle. Grundsätzlich ist hierzu anzumerken, dass das Zinsniveau in Deutschland im Vergleich mit den meisten europäischen Nachbarländern durchaus attraktiv ist, dennoch gibt es einige Länder bzw. bestimmte Kreditinstitute im Ausland, die besonders attraktive Anlagezinsen offerieren. In diesem Zusammen zu nennen sind beispielsweise Oesterreich (die wohl beste Alternative, dazu weiter unten mehr…), einige osteuropäische Staaten (Modell BigBank Estland) oder auch asiatische Banken, die sehr offen um die Gunst deutscher Kunden werben.
Dem Vorteil der attraktiveren Zinssätze beim Festgeld stehen indes auch Nachteile gegenüber. An erster Stelle zu nennen sind in diesem Zusammen die länderspezifischen Vorschriften bezüglich der Absicherung der Einlagen. Diese sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich und da das Thema Sicherheit für Festgeldanleger naturgemäss besonders wichtig ist sollte diesem Thema besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Handelt es sich um ein Anlagekonto ausserhalb der Eurozone gilt es zudem das Wechselkursrisiko zu bedenken. Sich ändernde Wechselkurse können dazu führen, dass der Zinsvorteil ganz schnell dahin ist und das Ganze zu einem Verlustgeschäft wird. Auf der anderen Seite können positive Veränderungen beim Wechselkurs natürlich auch zu erfreulichen Gewinnen führen, das Anlagerisiko ist jedoch ohne Zweifel höher als bei Anlagen im Euroraum. Last but not least muss sich der Interessent mit der Frage beschäftigen wie die Eröffnung eines Festgeldkontos im Ausland konkret über die Bühne gehen soll. Allgemeine Aussagen sind hier kaum zu treffen, die konkrete Vorgehensweise ist primär abhängig vom betreffenden Land sowie vom einzelnen Kreditinstitut.